Das ist Weihnachten

Weihnachten ist eines der wichtigsten christlichen Feste. Gefeiert wird dabei, dass Jesus der Sohn Gottes vor gut 2000 Jahren in Bethlehem geboren wurde. In der Bibel selber finden wir keine genauen Angaben um welche Jahreszeit oder an welchem Datum das passiert war. Warum wird die Geburt Jesu gerade am 25. Dezember gefeiert?

In den antiken Völkern wurde um den 25. Dezember die Sonnenwende gefeiert: Der dunkelste Tag ist nun vorbei, von jetzt an wird es wieder jeden Tag heller. Durch eine Kalenderkorrektur ist nun der 21. Dezember der kürzeste Tag geworden. Auch verehrten die Römer den Sonnengott Sol, der seinen Ehrentag am 25. Dezember hatte.

Als es im römischen Reich immer mehr Christen gab, suchten sie einen Feiertag für Jesus. Damit gaben sie dem 25. Dezember eine ganz neue Bedeutung: Nicht mehr der Gott Sol, wird gefeiert sondern Jesus als das Licht der Welt. (Johannes 8,12).

Was ist Weihnachten nun? Es ist das Fest der Liebe, weil Gott die Welt so sehr liebt, dass er seinen Sohn für sie hergab (Johannes 3,16). Es darf ein Fest mit Geschenken sein, weil Gott selber sich für diese Welt verschenkt. Und es soll ein Fest der Gemeinschaft sein, weil Gott die Gemeinschaft mit uns Menschen sucht.

Die Weihnachtsgeschichte in der Bibel

Jesus wird geboren

In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen. Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter in Syrien war. Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen. So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Denn er war ein Nachkomme Davids und in Bethlehem geboren. Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete. In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt. Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.

Die Hirten auf dem Feld

In dieser Nacht bewachten draussen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: «Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!»

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: «Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.» Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: «Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden liess.» Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag. Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach.

Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Lukas 2, 1-20